Auf einen Felsen, hoch über den Aveyron, ragt die Ruine der Burg zu Penne-d'Albigeois; im Mittelalter galt die Burg als uneinnehmbar. Penne ist ein schönes, ruhiges Dorf; nördlich vom großen Gresigne-Wald; von hieraus beginnt die Aveyron-Schlucht.
Einer Legende nach wurde Penne 560 gegründet von Fredegonde, einer fränkischen Königin; mehr wahrscheinlich liegt der Ursprung irgendwo im 12. Jahrhundert.
Penne war eine der bekannteste Festungen der Katharer; es scheint das die Schlossherrin sogar eine „Parfaite“ war, eine Vollkommene. 1212 belagerte Simon de Montfort, Leiter des Albigenser-Kreuzzuges, die Burg, sollte aber schnell merken das die Untertanen des Grafen von Toulouse weit mehr in der Anzahl waren und besser trainiert als angenommen. Außerdem war verabredet, das sein Bruder mit seinen Söldnern die Belagerung unterstützen sollten; die Hilfstruppen trafen aber nicht ein. Leider war da ein kleiner Fehler unterlaufen: der Bruder war zwar zeitig eingetroffen und belagerte die Festung in Penne, aber es war Penne-en-Agenais, nahe Agen, und nicht Penne-d'Albigeois, in der Umgebung von Albi. 1223 hatten die Kreuzritter sich besser vorbereitet, und nahmen die Burg ein; erst 1229, also 6 Jahre später, hat der Graf von Toulouse Raymond VII die Burg seines Vasallen wieder eingenommen. Die „Chanson de la Croisade“, das Heldenepos der Albigenser-Kreuzzüge besingt den Heldenmut des Burgherrn Bernard de Penne während der Belagerung von Toulouse. Der Vertrag von Meaux beendete die Katharer-Kriege, und Penne würde dem französischen König überlassen als königliche Festung.
Während des Hundertjährigen Krieges im 14. Jahrhundert besetzen die englische Söldner die Burg Penne-d'Albigeois und das Dorf 30 Jahre lang. Während der Religionskriege war Penne ein katholisches Bastion, die Burg würde von den Hugenotten eingenommen, die es ein Jahr später wieder abgeben sollten; 1586 haben die Hugenotten Penne-d'Albigeois wieder eingenommen; die Burg wurde abgebaut und die Steine wurden für den Häuserbau wiederverwandt.
Vom Schloss blieb nur eine Ruine, die aber wieder in Stand gesetzt werden soll. Das Dorf hat seine mittelalterliche Struktur behalten, ein paar Dutzend Häuser, inmitten steht die Kirche. Anfang des 20. Jahrhundert gab es hier noch 2000 Einwohner, jetzt nur etwa hundert. Wenn sie in der Nähe sind, sollten Sie unbedingt Rast machen in Penne, ein kleines Picknick auf einer Bank vor dem Office de Tourisme, oder ein Glas genießen auf der Terrasse des Cafés mit Weitblick.
Das Gästehaus Artichaud liegt hier in der Nähe; wir haben 3 komfortable Gästezimmer. Hier können sie auch vortrefflich speisen, den Gaillac-Wein genießen, schwimmen, im Garten ausruhen, ein Buch lesen... Wir helfen ihnen auch gerne bei der Vorbereitung ihrer Ausflüge und Spaziergänge im Weingebiet von Gaillac, im Gresigne-Wald oder Albi, Welterbestadt und die „bastides albigeoises,“ die Bastiden um Albi. Hier können Sie herrliche Wandertouren und Radtouren machen.
Texte und Bilder : © Gästehaus Artichaud









