Lisle-sur-Tarn, Bastide am Ufer des Tarn

Das Zentrum von Lisle-sur-Tarn, eine kleine Bastide am Ufer des Tarn, die Straßen sind in einem streng rechtwinkeligen Raster angelegt, und in der Mitte ist ein riesiger zentraler Platz, wo Handwerker ihre Arbeit verrichteten, wo Händler ihre Ware anboten, wo Reisende sich trafen. Typisch sind auch die „Hausbrücken“, Bogen die zwischen den umliegenden Häusern errichtet wurden.

Stadtplanung im Mittelalter

Wie die meisten der Bastiden im Umland von Albi, wurde Lisle-sur-Tarn gegründet von dem Grafen Raymond VII von Toulouse. Dieses geschah 1229, also gleich nach dem Kreuzzug gegen die Albigenser, später auch Katharer genannt. Wo die meisten bastides albigeoises auf einem Felsen oder wenigstens einen Hügel erricht wurden, ist diese befestigte Stadt in die Ebene gebaut, am Ufer des Tarn. Das Straßenraster um den großen Marktplatz mit seinen Arkaden, bildet ein perfektes Schachbrett. Lisle-sur-Tarn ist wie auf einen Reißbrett entstanden, ein Beweis das es auch schon im Mittelalter bewusste Stadtplanung gab. Lisle-sur-Tarn wurde also das neue Modell für Stadtentwicklung im 13 und 14 Jahrhundert, wenigstens im Südwesten Frankreichs.

Eine zweite Besonderheit der Bastide war der Hafen. Die Rolle des Tarn als Transportader hat sich aber seit dem 19. Jahrhundert schwer verändert, vom Hafen sind fast keine Überreste mehr. Die „Gabarres“ (flache Kähne) transportierten nahezu alles, vor allem aber den Wein aus Gaillac, der über Tarn und Garonne nach Bordeaux verschifft wurde, und von da nach England und Nordeuropa exportiert wurden. Lisle-sur-Tarn war eine reiche Stadt, unter anderem wurde auch hier der Pastel verhandelt. Im 19 Jahrhundert wurde auch der Festungsgürtel abgerissen, um die Weiterentwicklung der Stadt nicht weiter zu behindern.

Lisle-sur-Tarn heute

Am Ufer des Tarn steht die imposante Kirche „Notre Dame de la Joncquière“: im Mittelalter war sie ein wichtiger Rastplatz für die Pilger die über die Via Tolosensis zur Pilgerfahrt nach Compostella zogen, auch jetzt noch bewundernswert. Der Marktplatz und die schmalen, ruhigen Gassen besitzen noch immer den alten Charme, es ist schön dort zu flanieren, sich ein Getränk oder Imbiss zu genehmigen auf einer Terrasse, und die Leute zu beobachten: der Marktplatz ist noch immer das Zentrum der Gemeinde, vor allem Sonntags, wo am Morgen der Markt abgehalten wird, wo nachher die Kinder um den großen Brunnen laufen, während einige Erwachsenen ihren rituellen „jeu de boules“ spielen.

Es gibt ein kleines Museum, das Musée Raymond Lafage, zu besuchen wenn Sie etwas Zeit haben, auch wenn einer vielleicht das Gebäude interessanter finden mag als die Kollektion. Auch sehenswert ist das Schokolade Museum, die gesamte Arbeit eines Zuckerbäckers und eines Bildhauers: es gibt da riesengroße Denkmäler und Statuen aus Schokolade gegossen; leider darf man nichts anfassen, nicht lecken!

Gästezimmer in der nähe von Lisle sur Tarn

Lisle-sur-Tarn ist eine Etappe der „bastides albigeoises“ Route, der die Bastiden um Albi herum verbindet, zu besuchen per Wagen, Motorrad, oder Fahrrad. Zum Besuch dieser Region, sollten Sie unbedingt einige Tage einplanen, es gibt hier viel zu entdecken: ruhige Bastiden, schöne Weindörfern, Landschaften mit weitem Ausblick, und natürlich auch Albi, Stadt des Welterbes.

Das B & B Artichaud liegt inmitten dieses Gebiet, In Castelnau de Montmiral, auch eine ehemalige Bastide und eines der schönsten Dörfer Frankreichs, etwa 15 Km von Lisle-sur-Tarn. Wir bieten 3 schöne Gästezimmer, eine ausgezeichnete Küche mit herrliche Gaillac Weine. Von hieraus können Sie auch schöne Wanderungen machen.

Texte und Bilder : © Gästehaus Artichaud

Place aux arcades
Rue médiévale
Griffoul
Arcades
Orgue de barbarie
Eglise Saint-Michel
Ruelle
Ruelle
Ruelle
Le Tarn
Artichaud
Saint-Martin-sur-Vère
Castelnau de Montmiral
81140 - FRANCE
(+33)(0)5.63.57.20.42