Weindörfern und die Weinstraße im Gaillac

Der Gaillac hat 7 unterschiedliche Weine, jede angepasst an der Bodensituation; der Weinanbau geschieht sowohl im Tarntal (nahe Gaillac oder Lisle-sur-Tarn) als auf der Karsthochfläche von Cordes-sur-Ciel, oder die Hügel in der nähen Umgebung. Wir wollen Ihnen hier zwei dieser schönen, relativ unbekannten Weindörfern vorstellen:

Andillac und sein Château de Cayla

Andillac is ein kleines charmantes Weindorf unweit von Gaillac. Die weißen Kalksteinhäuser würden geschmackvoll restauriert, oft sind es Zweitwohnungen. Inmitten des Dorfes steht die schöne Saint-Médar Kirche wie disproportioniert: es gibt nur noch etwa 100 Einwohner die permanent im Dorf wohnen. Früher war das ganz anders, der Weinbau brauchte viele Hände, jetzt ist nahezu alles mechanisiert, die Leute sind abgezogen um da zu wohnen wo noch Arbeitskräfte gebraucht werden, in Toulouse oder sogar noch weiter. Etwa 1 km vom Dorfzentrum entfernt steht der Château de Cayla, wo Maurice de Guérin, ein romantischer französischer Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert und seine Schwester Eugénie lebten. Das Schloss ist ein Museum, der Park ist frei zu besuchen; beide sind ein gutes Beispiel wie der Französischer Kleinadel damals lebte. Weshalb die vielen schöne „pigeonniers“ (Taubenschläge) in den Weinberge um Andillac? Ganz einfach, die Mönche in der Abtei von Gaillac, Herrscherin der feudalen Epoche, verboten schon um das Jahr 1000 einen anderen Dung zu verwenden als der hinterlassen von Tauben; diese Vorschrift wurde eingehalten bis zur französischen Revolution.

Vieux und die "alten Heiligen"

Auch Vieux ist ein romantieches Weindorf, zwischen den Bastiden Cordes-sur-Ciel und Castelnau-de-Montmiral. Von weitem her sieht man den großen pigeonnier, gebaut in weißer Kalkstein, und der achteckiger Kirchturm von Saint-Eugène. Die Kirche ist das einzige Gebäude das erinnert an der Abtei des 6. Jahrhundert; sie ist unbedingt zu besuchen: die Fresken aus dem 14. Jahrhundert sind wunderschön. Die Kirche scheint wie zu groß geraten für eine so kleine Gemeinde: im frühen Mittelalter war Vieux ein bekanntes Wallfahrtsort wo Heiligen aus der frühchristlichen Ära verehrt würden, daher stammt übrigens der Name: „les vieux saints“ oder die alten Heiligen. Der Bischof von Albi, wollte die Wahlfahrer umleiten zu seiner schöner neuer Kathedrale, gebaut nach den Sieg der Kreuzritter über die Katharer, und holte sich einfach die Gebeine der Heiligen; darauf implodierte die Wirtschaftliche Basis von Vieux. Zum Glück blieb noch der Gaillac-Wein!

Wandern und Radtouren: das Gästehaus Artichaud

Es gibt ein „Circuit du Vignoble Gaillacois“, eine touristische Weinstraße, die den Weindörfer im Gaillac verbindet. Man kann schöne Radtouren machen im Gaillac-Weingebiet, und herrlich Wandern zwischen Weinberge und Bastiden.

Das Gästehaus Artichaud liegt inmitten dieser „Pays des bastides albigeoises et du vignoble gaillacois“. Wir sind ihnen gerne behilflich beim Auswahl ihrer Exkursionen. Wir haben 3 komfortable Gästezimmer. Bei uns können ausruhen im Garten, beim Schwimmbecken oder bei kühleres Wetter am Kamin ein Buch lesen oder Musik hören. Unsere table d'hôtes ist ausgezeichnet, und wir servieren den herrlichen Gaillac-Wein.

Texte und Bilder:© Gästehaus Artichaud

Saint-Eugène Kirche
Gaillac Weinanbau
pigeonnier in Vieux
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Saint-Médar Kirche
Artichaud
Saint-Martin-sur-Vère
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